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Die Meggener Schützenhallen
Die ersten Schützenfeste wurden unter freiem Himmel auf den Schnier´schen Wiesen rechts der Lenne gefeiert. Mit Brettern baute man eine Brücke über die Lenne und so war die Verbindung zwischen Mühlenplatz und Eiling hergestellt. (...) Im Jahre 1867 wurde zum ersten Male unter einem großen Lakenzelt mit Trinkhalle das Schützenfest gefeiert.
(...) Im Laufe der nächsten Jahre baute man auf dem Festplatz einen kleinen Bau aus Ziegelsteinen, der bei den Festen als Küche und Schenke diente. Daran schloß sich eine Trinkhalle aus Holz an, die das ganze Jahr über stehen blieb.
(...) In der Generalversammlung am 09. Mai 1892 beschloss man den Bau einer feststehenden Halle. (...) Am 19. September 1893 war die für damalige Verhätnisse sehr geräumige Halle, ein Fachwerkbau, bezugsfertig.
(...) Im Jahre 1911 glaubte man, dass die Halle den Anforderungen nicht mehr genüge, und man beschloss in der Generalversammlung vom 03. März 1912, einen Erweiterungsbau durchzuführen.
(...) 14 Tage nach der Feier des Schützenfestes 1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Die Halle wurde an die Firma Sachtleben als Lagerraum vermietet.
(...) Am 12. November 1918 mittags um 2 Uhr erscholl der Ruf: Feuer!! Die in der Halle beschäftigten Kriegsgefangenen hatten vermutlich das Feuer angelegt. An eine Rettung war infolge der Bauart nicht zu denken. In 2 Stunden lag der schöne Bau in Schutt und Asche.
(...) Im Jahre 1925 fasste der Gedanke, eine neue Halle zu bauen, festen Fuss. Aber erst im August 1927 konnte der Auftrag zum Bau einer neuen Halle (...) erteilt werden. (...) Im November 1927 konnte die Einweihung dieser Halle unter Beteiligung vieler Nachbarvereine feierlich begangen werden.
(...) Während des 2. Weltkrieges diente die Halle zunächst zur Unterbringung von deutschen Bewachungsmannschaften. Die 13. Kompanie der Transportkolonne 9406 war in Meggen auch später noch ein Begriff. (...) Bis zum Ende des Krieges war die Halle mit etwa 350 kriegsgefangenen Franzosen belegt, bis am 10. April 1945 die Amerikaner in Meggen einzogen.
(...) 1946 wurden die Flachdächer des Hallenvorbaus durch Walmdächer ersetzt, um das Erscheinungsbild der Halle zu verbessern. (...) Jedoch erforderte auch die notwendige Instandhaltung des Daches soviel Kosten, dass sich die Generalversammlung der Schützen im Jahre 1957 genötigt sah, den Vorstand zu beauftragen, Pläne für eine vollständige Neugestaltung vor allem der Dachkonstruktion ausarbeiten zu lassen.
(...) Am 19. September 1958 (...) konnten die Meggener ihr Schützenfest wieder in einer neuen Halle feiern.
(...) Im Jahre 1997 wurde unter der Leitung des damals zum 1. Vorsitzenden gewählten Joachim Hennes das komplette Hallendach erneuert.
(...)
Quelle: "400 Jahre Schützenwesen in Meggen - Jubiläumsausgabe 2009"
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